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9 Immer-wieder-Blogfehler und wie man sie vermeidet

Beim Wandern im Web stolpert man dann und wann über Auffälligkeiten – manche fein, manche heiter, manche weder das eine noch das andere. Um letztere geht es in dieser (unvollständigen) Aufstellung. Oft sind es Kleinigkeiten, die sich im Lauf der Zeit eingeschlichen haben, in den meisten Fällen handelt es sich schlicht um Unwissen. Aber das schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe und im Falle dieser Blogfehler, kann sich die mitunter auf die Reputation niederschlagen.

Es sind weniger technische Faux pas, denn menschliche. Und wie so oft verzeiht die Gesellschaft einem anderen vielleicht das Scheitern an technischen Hürden, seltener aber wenn man sich eine Blöße gibt oder nervt.

9 Immer-Wieder-Blogfehler

1. GROSSBUCHSTABEN 

Kurze Überschrifte gehen vielleicht noch, aber längere Texte in Großbuchstaben sind ein No-Go. Das wird im Web als BRÜLLEN, SCHREIEN, TOBEN empfunden, sollte daher auch nur sehr sanft und wirklich bewusst eingesetzt werden. Abgesehen davon leidet die Lesbarkeit, wenn man längere Texte in Großbuchstaben hat.

2. Kopierwahnsinn

1:1 aus einem anderen Programm (Word, Mail, einer anderen Website …) Texte/Inhalte kopieren und in den Beitrag einfügen? VERGISS ES!
Abgesehen von möglichen Urheberrechtsverletzungen wird damit auch der Quelltext im Hintergrund (die Programmierung) mitübertragen und man schleppt sich mitunter böse Dinge in die Seite. Mit Glück schaut das dann nur hässlich aus. Mit Pech ist die Darstellung des Layouts im Eimer. Wie man es richtig macht, kann man hier nachlesen.

3. Tabellenirrsinn

Tabellen sind für Word ok, im Web aber bitte nicht – außer es geht absolut nicht anders. Web und Print sind unterschiedliche Medien, die Darstellung darf und muss hier anders aussehen. Das ist normal und man darf sich hier gern auf eine vereinfachte Darstellung rückbesinnen.

4. Leerzeichen-Junkies

Ganz besonders verachtenswert sind Leerzeichen, um einen Abstand zu machen. Das findet man leider immer wieder, speziell bei weniger web-affinen Schreiber*innen, die das eben so aus Word & Co gewohnt sind (wo es allerdings auch nicht ratsam ist).

Der Klassiker: Um bei einer Liste die Punkte „hübsch“ untereinander zu platzieren oder um ein Tabellen-Layout nachzubaen.
Liebe Leute: das funzt nicht mit Leerzeichen, das wird nie genau und schaut handgestrickt aus, mit Fallmaschen und Fadenziehern – also hässlich. Darum  Tod und Teufel denen, die Einzüge und tabellarische Auflistungen mit x-Leerzeichen machen. Entweder macht man gleich eine echte Liste, mit Punkten oder Nummern (in dem man im Editor auf den Aufzählung-Button oder den für nummerierte Liste klickt) , oder man schreibt den Text als Fließtext und macht einen Einzug.

Editor: Aufzählungszeichen/nummerierte Liste einfügen
Li.: Aufzählungszeichen – Re.: Nummerierte Liste

Alles andere ist peinlich und outet einen als Anfänger der allerersten Stunde.

Nochmal zur Erinnerung: Der Editior beim Bloggen ist kein Wordersatz und im Web herrschen andere Regeln als im Printbereich! Das ist keine lästige Pflanzerei, sondern hat durchaus auch technische Gründe. Leerzeichen-Junkies vergessen schlichtweg, dass die Darstellung am Bildschirm bei jedem anders sein kann und nur, weil es bei einem selbst leidlich ok aussieht, bedeutet das nicht, dass es auch anderswo so ist. Gerade bei  Layouts, die responsiv programmiert sind, steigen einem dann die Grausbirnen auf – am großen PC halbwegs ok, aber am Smartphone ist alles durcheinander, schlichtweg unleserlich.

5. Irres Handformatieren

Um Struktur in den Text zu bringen, verwendet man Überschriften. Dazu sind sie da. Und um Überschriften zu erzeugen, hat man im Editor entsprechende Möglichkeiten, bekannt als Überschrift 1 – 6 (h1 – h6). Das machen Intelligente auch in Word so. Im Blogdesign ist die Darstellung dieser Überschriften einheitlich festgelegt. Jede Überschrift hat somit die gleiche Farbe, Größe, Schrift – damit das ordentlich ausschaut.

NICHT gut, sondern eher dumm handelt der, der bei der Strukturierung seiner Texte mit den Farben, Stilen und Größe querbeet spielt. Die Lesbarkeit leidet, das Design wird untergraben und im schlimmsten Fall ist der Text im Hintergrund dann zugepflastert mit (teils) widersprüchlichen Darstellungsvorgaben, die vielleicht noch am eigenen PC gut (?) aussehen, aber einem überall anders das Fürchten lehren.

6. 3 Punkte – nicht mehr, nicht weniger…

Ein kleiner Fehler, aber rein optisch trennt es die Könner von den Stümpern: niemals mehr als drei Pünktchen, wenn man einen Satz offen lassen will – das nennt man übrigens Auslassungspunkte. Und je nachdem was dann kommt, macht man ein Leerzeichen oder keines. Details dazu kann man hier nachlesen.

Und wer nun wissen will, wieviele Rufzeichen ok sind: Eines! Keine Aussage wird richtiger, wenn man mit dem Finger auf der 1er-Taste hängen bleibt.

7. Bilderschubsen

Will man mehrere Bilder neben- oder untereinander darstellen, dann macht man eine Galerie. Dafür gibt es diese Möglichkeit ja auch. Die Bilder eins neben das andere zu setzen und dann (PFUI böse!) vielleicht noch mit Leerzeichen hin und herzuschieben, schaut zum Speiben aus. Sorry, aber das kann man nicht hübsch ausdrücken.

8. Zahlenchaos

Konsistenz beachten: Wenn man Zahlen, Daten, Telefonnummer in einer bestimmten Weise schreibt, dann werden alle anderen auch so geschrieben. Wer das vermischt, immer wieder anders schreibt, der hat keinen Geschmack und sorgt für Chaos bei den Leser*innen, die sich da immer wieder neu einstellen müssen.

Wer besonders schlau ist, sorgt zusätzlich dafür, dass alle Telefonummern so geschrieben werden, dass man sie am Smartphone auch gleich anwählen kann, per Klick. Wie das geht, kann man zum Beispiel hier nachlesen. Und hier noch die Din-Richtlinie zur Darstellung von Telefonnummer.

9. Testen. Testen! TESTEN!

Vorm Veröffentlichen IMMER die Darstellung prüfen, via Vorschau. Idealerweise sowohl in der Version für große Bildschirme, als auch in der für mobile Devices, Tablets, Smartphones & Co.

Weiters: Alle Links testen und auf die Bilder klicken, ob sie so aufgehen, wie sie sollen.

Was viele vergessen (nicht wissen): In dem Moment, wo man auf Veröffentlichen klickt, ist der Beitrag via RSS Feed verfügbar und es gibt noch immer viele, die via Feedreader Beiträge lesen. Sofort wieder offline nehmen bringt nichts, ebensowenig wandern nachträgliche Änderungen in den Feedreader. Wie und warum man auf seine Feed-Leser Rücksicht nehmen soll, kann man hier nachlesen.

Das wären meine 9 Blogfehler, die mir im Web immer wieder begegnen und nicht nur mich nerven. Die Liste kann man noch um einige Punkte fortsetzen. Ich habe es mal bei diesen 9 Punkten belassen, die am häufigsten vorkommen und wo leider auch die Beratungsresistenz am höchsten ist.

Welche Fehler sind euch im Netz aufgefallen, was stört euch massiv und worüber stolpert ihr immer wieder? Ich freue mich auf eure Ergänzungen in den Kommentaren!

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